Kein Urlaub!!!

Sehr viele Freunde und Bekannte haben mich gefragt, ob ich meine „Schoeneresleben“ Seite wieder reaktiviere. Dieses grosse Interesse hat mich natuerlich sehr gefreut!
Ich muss euch aber enttaeuschen! Ich werde diese Seite nicht weiterschreiben, da ich nun nicht mehr auf Urlaub bin sondern hier lebe. Wahrscheinlich werde ich gar nicht mehr so viel erleben, da ich ja nun nicht mehr herumreise.
Ich werde euch mit persoenlichen Emails auf dem Laufenden halten und vielleicht gibts ja irgendwann wieder mal so eine aehnliche Seite. (wenn ich mich dazu aufraffen kann!!!)

Trauriger Abschied

Jetzt ist es leider so weit!

Aus Gruenden, die ich leider nicht beeinflussen kann, muss ich meine Heimreise antreten. Die Demonstrationen in Bangkok und die Folgen der Vulkanasche haben dafuer gesorgt, dass ich, nicht wie geplant Anfang Juni, sondern schon jetzt einen Flug nehmen musste.

Eine wunderbare Zeit geht zu Ende und ich moechte keine Sekunde davon missen. Auch wenn nicht wie geplant alles abgelaufen ist, habe ich diese Zeit sehr genossen.

Ich moechte mich bei allen bedanken, die mir mit ihren Kommentaren zu meinen Artikeln eine Freude bereitet haben. Es tut gut im fernen Ausland von zu Hause etwas zu lesen. (Dank Internet)

Bedanken moechte ich mich auch bei allen netten Menschen, die ich kennengelernt habe und mit denen ich viel Spass hatte. Natuerlich auch bei meinen Reisegefaehrten aus Deutschland, Oesterreich und Thailand, mit denen ich wunderbare Tage verlebte.

Meine vorzeitige Abreise hat sich schnell herumgesprochen!

Die Thais sind ueber meine Abreise sehr bestuerzt!

Sie haben mir sogar eine eigene Wohnung mit Garten und ein Fahrzeug angeboten!

Aber sie haben ja noch die Hoffnung, dass ich wiederkomme und wieder Sonnenschein in ihr Leben bringe!!!!

Wie ihr sehen koennt, steht mir das Wasser noch nicht bis zum Hals und ich freue mich auch ein bisschen auf die Heimat.

(Das ist ein Werbeplakat einer psychiatrischen Klinik in Chiang Rai. Wollen die alle psychisch Kranken zu uns schicken? )

Kambodscha

In knapp 8 Stunden mit dem Bus von Bangkok nach Siem Reap! Vor 2 Jahren brauchte man 3-4 Stunden laenger, da die Strasse in Kambodscha praktisch unbefahrbar war.

Andauerndes Gehupe, Gas geben, bremsen, ausweichen – von gemuetlich keine Rede. Haette ich nicht so einen tollen Reisegefaehrten gehabt, der 4 Stunden auf meinem Schoss gesessen ist und dann noch gemuetlich geschlafen hat, waere mir sehr langweilig geworden.

Das ist Niih, 6 Monate alt. Er ist jetzt mein neuer, bester Freund! Wenn er mal gross ist wird er mein Brieffreund aus Kambodscha.

Immer wenn ich ihn seiner Mutter zurueckgeben wollte, begann er zu weinen. So liess ich ihn halt bei mir sitzen und mich vollsabbern. (Das bin ich ja schon gewoehnt, denn mein hessischer Freund, der mit R… beginnt, hat mich auch immer voll gesabbert – aber anders!!)

Mit dem Boot ging es auf einem Fluss zu einem riesengrossen See mit einem schwimmenden Dorf.

Ich liess es mir natuerlich nicht nehmen, die Schule zu besuchen. (Naja, als Lehrer!!)

Am naechsten Tag ging es zum weltberuehmten Angor Wat. Neben Sukhothai sicherlich das Beeindruckendste, das ich auf meiner Reise erlebt habe. Alles was man ueber Angkor Wat schreibt ist untertrieben und gelogen - man kann diese Schoenheit nicht zu Papier bringen. Man muss es einfach sehen!!!!!!

Diese Zeilen schreibe ich mit Traenen in den Augen, denn in Angkor Wat ist mir das Zweitschrecklichste meiner Reise passiert. Bevor wir die schoensten Tempel besichtigen konnten, gab meine Kamera ihren Geist auf. Genau hier muss mir das passieren!

Aber was solls! Habe mir dafuer am naechsten Tag ein Fussballmatch der ersten Liga (bei 38 Grad) in Siem Reap gemeinsam mit einem Tuk-Tuk Fahrer angesehen. War eine Mordsgaudi, auch wenn das Niveau des Spiels nicht sehr hoch war. Blasmusik gegen Schuetzenverein oder so aehnlich!

Dann ging es weiter nach Pnom Penh! Haette ich mit sparen koennen, denn ich habe noch nie zuvor eine nichtssagendere Stadt erlebt. Hat mir gar nicht gefallen und deswegen kann ich auch nicht viel darueber schreiben.

Natuerlich gibt es auch hier wunderbare, kulinarische Koestlichkeiten!

Pai

134 km mit dem oeffentlichen Bus in 4,5 Stunden! Ein Horrortrip, der bis jetzt alle Busfahrten in den Schatten stellt.

Pai liegt mitten in den Bergen und ist ein ruhiges (sehr ruhig) kleines Staedtchen im NW von Thailand. Es liegt inmitten eines wunderschoenen, saftig gruenen Tals mit Thermalquellen, Reisfeldern und einem idyllischen, traegen Fluss.

Thailaender und viele ausgewanderte muslimische Chinesen leben hier und eine kleine Schar von Europaeern und Amerikanern, die sich hier sesshaft machten, angezogen von dem relaxten Leben hier.  Die Stadt ist fest in den Haenden der Alternativen und Musikszene. Manchmal fuehlt man sich in die 70er Jahre zurueckversetzt.

Meiner Leidenschaft – dem Erwandern von Bergen  bei 38 Grad – kann ich hier gut nachgehen. Wunderschoene, schwer erreichbare Waserfaelle gibt es hier und die Gegend hier ist vergleichsweise immer noch unerforscht. Wunderbare Pfade fuehren ueber Bergruecken und Taeler zu abgelegenen Bergstaemmen.

Haette euch gerne noch ein paar Bilder von dieser wunderbaren Gegend gezeigt, aber jetzt spielt mein PC nicht mehr mit.

Bin mittlerweile mit dem Bus zurueck nach Bangkok. Hier herrschen zum Teil kriegsaehnliche Zustaende und eine brodelnde, angsterfuellte Athmosphaere. Im Fernsehen wird schon vom Buergerkrieg gesprochen und es ist nur eine Frage der Zeit, wann die Armee mit Panzern einmaschiert.

Da ich ja im Urlaub bin und kein Kriegsberichterstatter habe ich mich Richtung Kambodscha aufgemacht und werde euch in den naechsten Tagen davon berichten.

Chiang Rai

 

Chiang Rai gehoert sicherlich zu den schoensten Flecken, die ich bis jetzt besucht habe. Ein kleines Staedtchen, dass inmitten von bewaldeten Huegeln und Bergen liegt. Wunderschoene Wasserfaelle und super Wander- bzw. Trekkingrouten. Wenn nicht gerade eine sehr trockene Zeit waere und die Fluesse ringsum mehr Wasser fuehren wuerden, koennte man hier auch super Raften.

Die Leute hier sind total entspannt und dieser Teil des Landes hat was sehr urspruengliches. Die nettesten und freundlichsten Menschen habe ich hier kennengelernt. Rundherum gibt es sehr viele Doerfer von Minderheiten, die man mit dem Motorrad leicht erreichen kann und wo man keine Touristen findet. (Anmerkung fuer Ralf: Die mit Abstand beste Godeo habe ich in so einem Dorf gegessen um 10 Baht!!)

Die Thais verbringen ihre Freizeit an den Wasserfaellen und naheliegenden Seen. Mit gutem Essen, Trinken und viel Sanouk (Spass) wird hier das Leben genossen. Auslaender sind hier sehr selten, aber trotzdem herzlich willkommen. Wurde noch nie in meinem Leben so oft zum Essen oder Trinken eingeladen.

Habe natuerlich wieder ein Stammbeisl gefunden! Auf kleinen Flossen mitten auf einem Bach kann man so richtig die Seele baumeln lassen und nebenbei noch kulinarische Koestlichkeiten geniessen. Kleine Springgarnelen werden lebendig mit Reis serviert!

Nach ca. 2 Stunden Wanderung im Dschungel kamen wir zu einer kleinen Siedlung. Es gab auch etwas zu Trinken und so setzten wir uns zu der kleinen Huette. Der Besitzer eilte sofort zu seinem Kassettenrekorder!! und legte eine Kassette ein. (mit Batterie, denn es gab keinen Strom). „It never rains in California“ und „Honey, oh, sugar, sugar, you are my candygirl…“ (weiss leider die Titel und Interpreten nicht) ertoente aus den Lautsprechern. Ich war begeistert! Er erklaerte uns ganz stolz, dass er die Kassette vor 20 Jahren von einem Auslaender geschenkt bekam. Und das war jetzt der beste Anlass mir die Kassette 5x vorzuspielen!! Nach 2,5 Stunden mussten wir wieder zurueck und wir hinterliesen einen stolzen DJ, der jetzt wieder sehr lange warten muss um seine Kassette dem naechsten Phallang vorzuspielen.

Mitten im Dschungel findet man manchmal von Moenchen markierte „Geisterbaeume“. In diesen Baeumen wurde von jemandem etwas gesehen, dass mir die Thais nicht erklaeren konnten. Ich nenne es einfach Geist. Nur wirklich gute und reine Menschen koennen es sehen und sind sehr angesehene Personen. Die Thais halten vor diesen Baeumen auch kurz inne und sprechen ein kurzes Gebet.

Ich muss wohl nicht erwaehnen, dass ich nichts gesehen habe – ausser dem Baum!

Songkran

Hurra, ich habe Songkran ueberstanden! Eine Woche Wasserschlacht mit NIE trockener Kleidung! Endlich wieder Spazierengehen ohne darauf achten zu muessen von irgendwem mit einem Eimer Wasser ueberrascht zu werden.

Songkran, die Feier des thailaendischen Neujahrs ist eine Riesengaudi. Riesige Wasserschlachten mit aufgemotzten Wasserpistolen und Wasserballons, die auf Ahnende und auch Nichtsahnende gezielt werden. Dieses Fest wird mit einer infernalischen Begeisterung gefeiert. In Chiang Mai versammeln sich tausende Menschen um an dem Spektakel teilzunehmen. Mobile Pumpen saugen das Waser aus den Stadtgraeben und spritzen es dann ungezwungen und hemmungslos in die Gegend. Es ist hier fast unmoeglich trocken zu bleiben.

In Sawankhalok parkten sich unzaehlige Pickups auf beiden Strassenseiten und schuetteten mit Eimern und Schlaeuchen das Wasser auf vorbeifahrende Autos und Mopeds. Mit weissem Puder wird einem dann noch das Gesicht verziert. „Chok dee“ (viel Glueck) wird einem noch zugerufen, waehrend man sich mit einer Hand das Visier trocken wischt. So sieht man aus, nachdem man diese Strasse passiert hat.

Hier noch ein kurzes Video. (ich hoffe, es funktioniert)

War dann noch zu einer privaten Feier in Sri Satchanalai eingeladen. Wasser, Wasser und ganz viel Bier und der grausliche , selbstgebrannte Thai-Wkisky, mit dem sich die Thai-Maenner umbringen.

Die Eltern werden an diesem Tag gefeiert und in diesem Fall waren es zwei ganz nette, 76 und 74 Jahre alt. Nachdem sie ihr Einverstaendnis gaben, dass ich dabei sein durfte, musste ich dieses unmoegliche, selbstgebrannte Zeug mit dem Vater trinken. Benzin schmeckt besser. Dann wurden die Eltern einer Waschzeremonie unterzogen, bei der ihnen von jedem Anwesenden, ca. 30 Leute, ein Eimer Wasser in die Haende und ueber dem Kopf geleert wurde. Fredi war bei sowas natuerlich live dabei.

Anschliessend bekam man von den Eltern den Glueckssegen und ein Armband auf jede Hand Hand gebunden.

Dann wurde (wie bei uns) gefeiert und getrunken bis in die tiefste Nacht. Kulinarische Koestlichkeiten wurden aufgetischt – sagenhaft. Ich kann gar nicht glauben, was ich alles gegessen habe. (habt ihr schon mal einen Rattenschwanz abgenagt oder ROHE Muscheln gegessen?)

Bruder Nummer1, der aelteste Bruder, hatte das Vorrecht mich in der Nacht mit dem Moped ins Hotel zu fahren. Angeblich war er auch der Nuechternste. (eigentlich war das aber ich) Ueber diese Fahrt moechte ich euch hier lieber nichts berichten!

Chiang Mai

Musste wieder rauf in den hohen Norden! Alle sagen, dass Chiang Mai ein absolutes Muss ist bei jedem Thailand Trip und ich kann dem nur zustimmen. 10 Stunden mit dem Bus – die absolute Tortur! Ich liebe es aber trotzdem mit dem oeffentlichen Bus zu reisen.

Chiang Mai liegt ca. 700 km noerdlich von Bangkok und hat mit unglaublichen 300 Tempeln beinahe so viele wie die Hauptstadt. Das Zentrum ist dadurch wirklich ein wunderschoener Anblick.

Eine schoene Stadt mit Stadtmauern und Wassergraeben inmitten von Bergen. Westlich der Stadt erhebt sich der gruene, gluecksverheissende Berg Doi Suthep (1676m). Nationalpark mit Wasserfaellen und super Wanderwegen. (und natuerlich mit einem Tempel)

Eine immense kulturelle Vielfalt, trotzdem relative Ruhe und ein super Angebot an Kunsthandwerk finde ich hier vor. Ganz zu schweigen vom leckeren Essen. Chiang Mai bietet – abgesehen von Bangkok- sicher die beste Auswahl an authentischer Thai Kueche. Habe mir auch ein Eis gekauft!

Wie ihr sehen koennt, wurde das Eis in einem weissen Wecken serviert! Sehr ungewoehnlich, aber gar nicht schlecht.

Die Strassen sind voll mit den typisch thailaendischen Strassenkuechen!

Na Ralf, was bereitet diese Dame gerade zu und was esse ich?

Das Meer ist natuerlich sehr weit entfernt, aber es gibt hier einen wunderschoenen Badesee, andem die Thais ihre Freizeit mit Picknick und Baden verbringen. Man kann diese super Huetten direkt am See um 20 Cent am Tag mieten. Die Kellnerinnen der vielzaehligen Ess- und Trinkbuden versorgen einem mit dem Noetigsten.

Wollte euch noch meine neuen Freundinnen vorstellen! Kann mich noch nicht entscheiden – ist aber auch nicht leicht, oder?

Ayutthaya

Treibe mich noch immer im Norden Thailands herum. Sukhothai, Sawankhalok, Phitsanoluk, Phetchabun um nur einige Staedtenamen zu nennen. In vielen Staedten gibt es keine wirklichen Sehenswuerdigkeiten, aber mich reizt es einfach die Kultur und das Leben der Menschen im Norden kennenzulernen. In den meisten Orten gibt es keine Touristen und ich bin der einzige Phallang und somit in jedem Ort eine kleine Beruehmtheit.

In Sawankhalok wurde ich von einem Lehrer der Grundschule in einem Lokal gefragt, ob ich mit seinen Schuelern eine Unterrichtsstunde abhalten kann. Mit Freuden nahm ich an und aus einer wurden dann 3 Stunden. Habe ihnen von Oesterreich und Europa erzaehlt und ganz einfache Saetze in Englisch durchgenommen. Nach dem Unterricht warteten die Eltern im Schulhof und mit jeder der SchuelerInnen wurde ein Foto mit mir gemacht. (27 SchuelerInnen) War eine Mordsgaudi und ich wurde eingeladen das ganze zu wiederholen, wenn ich wiederkommen wuerde. Der Direktor hat mich dann noch verabschiedet und der Schulchor sang ein Lied fuer mich. So oft bekommen die hier keine Touristen zu sehen! Blieb dort noch 3 Tage und wurde jeden Abend von jemandem zum Essen eingeladen.

Bangkok, Sukhothai und Ayutthaya haben in Thailand eine enorme historische Bedeutung und sind deshalb ein notwendiger Bestandteil jeder kulturellen Rundreise.

Als ehemalige Koenigshauptstadt ist Ayutthaya auf vielfaeltige Weise mit dem thailaendischen Nationalverstaendnis und der Religion verbunden. Erbaut am Zusammenfluss dreier Fluesse erlebt diese Stadt einen staendigen Strom von Kulturtouristen. Trotz dieser Besucher ist die Stadt erstaunlich untouristisch und ein ungeschliffener Diamant.

Die Stadt ist auch sehr gruen und hat viele tolle Parks, in denen die Thais ihre Wochenden oder Feierabend verbringen.

Auf den Maerkten gibt es wieder mal alles zu kaufen, was man sich vorstellen kann. Auch das!

Ist doch ein Schmuckstueck fuer jedes Wohnzimmer, oder?

Auch Haengematten um 20 Baht (ca. 50 Cent) gibt es zu kaufen.

Hier ist, im Vergleich zu anderen, touristischen Gebieten in Thailand, fast alles um die Haelfte billiger. Super Zimmer im Hotel mit Swimming Pool um ca. 10 Euro! Wenn nur irgendwie moeglich nehme ich mir hier im Norden nur Zimmer oder Bungalows mit Swimming Pool. (wenn schon kein Meer da ist) Es hat eine Affenhitze (ca. 38 Grad) und diesen kleinen Luxus muss ich mir einfach leisten. Man goennt sich sonst ja nichts, oder?

Werde  jetzt wieder nach Bangkok zurueckreisen, da mein Visum bald ablaeuft. Weiter gehts nach Kambodscha oder wieder rauf in den Norden nach Chang Rai.

Buenos dias, Adolf!

Stehe in Ayuttahja in einem Park und bestaune einen alten Tempel. Aus ziemlicher Entfernung hoere ich jemanden rufen: Adolf, Adolf buenos dias, Adolf!

Ich drehte mich um und sah Xavier aus Barcelona in Spanien (ein bekennender Hans Krankl-Fan). Habe Xavier im November auf Koh Phangan kennengelernt. In den 2 Tagen auf der Insel war er nicht in der Lage sich meinen Namen zu merken – er ist auch der einzige Mensch, der Adolf zu mir sagt. Im Spass habe ich auf Koh Phangan immer Xaver zu ihm gesagt!

So treffen sich also Xaver und Adolf nach fast 5 Monaten wieder in Thailand, ohne irgendwas ausgemacht zu haben. Xavier wollte eigentlich nur einen Monat bleiben, er hat aber dann seinen Job gekuendigt und ist geblieben. Wie lange weiss er noch nicht – so lange eben das Geld reicht. Haben das Wiedersehen reichlich gefeiert und um 2 Uhr in der Frueh hat er Adi zu mit gesagt.

 Xavier spricht auch kaum Englisch und so spricht er einen Kauderwelsch aus Spanisch und Englisch mit mir. Ich habe keine Ahnung, wie er das macht, aber er schafft es, dass ich ihn verstehe. Auch wenn er spanisch spricht, weiss ich fast immer wovon er spricht.(und ich spreche kein spanisch) Wir koennen uns sogar ueber Fussball intensivst unterhalten. Es gibt nicht viele Menschen, die diese Gabe haben.

Die Welt ist wirklich sehr klein und man trifft sich immer wieder – ob man will oder nicht!

Habe schon sehr viele Leute kennengelernt, die es in Thailand nicht geschafft haben. Das schoene, billige Land zieht sehr viele Auswanderer an, die, nachdem ihre Ersparnisse aufgebraucht sind, irgendwo dahinvegetieren und dem Suff ergeben sind. Ich hoffe, dass es Xavier nicht genauso ergehen wird, wie Holger aus Deutschland, Uwe aus Oesterreich, Jens aus Daenemark…………..usw.,usw

Aber sich nicht Fredi aus Oesterreich!

Sukhothai

At the end all is OK. If it is not OK, it is not the end.

Am Ende ist alles OK. Wenn es nicht OK ist, dann kann es noch nicht das Ende sein.

Dies ist der Ausspruch eines philosophischen Strassenverkaeufers in Sukhothai. Nachdem wieder mal einiges schief gelaufen ist mit Hotel und Busfahrt genehmigte ich mir ein Bier in einem kleinen Lokal. Er sah mich, setzte sich zu mir und sagte diesen Satz.

Ich befinde mich wieder in einer anderen Welt. Nach einer 6stuendigen Busfahrt (Oh Gott) bin ich todmuede in Sukhothai angekommen. Keine englischsprachigen Speisekarten und Ortsschilder. Die laendlichen Gegenden Thailands sind nicht vergleichbar mit den touristischen Zentren. Ist das noch das gleiche Land?

Sehr freundliche, hilfsbereite Leute, die aber trotzdem nicht aufdringlich sondern eher zurueckhaltend sind, praegen diese wunderbare, ruhige Stadt. Habe noch kaum eine Stadt erlebt, in der so eine freundliche und entspannte Atmosphaere herrscht.

Die wenigen Touristen, die sich hierher verlieren, sind kulturell Interessierte, die sich dieser Atmosphaere anpassen. Die Ruinen von Sukhothai sind so ziemlich das Eindrucksvollste was Thailands Weltkulturerbe zu bieten hat. Habe noch kaum etwas Schoeneres gesehen.

Mir gehts auch gut und ich geniesse diese entspannte Atmosphaere!